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Demografischer Wandel

In den nächsten Jahren und Jahrzehnten wird sich die Bevölkerungsstruktur in Deutschland stark verändern. Die Menschen in Deutschland  werden immer älter, die geborenen Kinder werden mit jeder Generation weniger und die Gesellschaft wird vielfältiger.

Der demografische Wandel stellt eine große Herausforderung für Politik, Verwaltung, Wirtschaft und jeden Einzelnen unserer Gesellschaft dar. Umso wichtiger ist es, diese Herausforderung anzugehen.

Die Demografiestrategie der Bundesregierung

Die Bundesregierung hat am 25. April 2012 ihre Demografiestrategie verabschiedet. Sie beinhaltet neben Maßnahmen des Bundes auch Vorschläge, die gemeinsam mit Ländern, Kommunen, Verbänden, Sozialpartnern und anderen Akteuren der Zivilgesellschaft zu realisieren sind. Dazu will die Bundesregierung einen Dialogprozess mit allen Gestaltungspartnern anstoßen.

In insgesamt neun Arbeitsgruppen sollen konkrete Maßnahmen und Vorhaben bearbeitet und die Ergebnisse auf regelmäßig stattfindenden Demografiegipfeln präsentiert werden. Das Bundesfamilienministerium hat die Federführung bei der Arbeitsgruppe A "Familie als Gemeinschaft stärken" und der Arbeitsgruppe C "Selbstbestimmtes Leben im Alter".

Der Auftaktgipfel fand am 4. Oktober 2012 statt, ein zweiter Demografiegipfel ist für Frühsommer 2013 geplant.

 

 

Sozialministerin Alheit: Land erhöht die Zahl der geförderten Ausbildungsplätze in der Altenpflege um 400 Plätze – Vorstand des Landespflegeausschusses tagt

Erscheinungsdatum:

13.09.2012

KIEL. Im Sozialministerium in Kiel findet  heute (13.9.) die Vorstandssitzung des Landespflegeausschusses statt. Im Landespflegeausschuss sind die maßgeblichen Organisationen, Verbände und Aufgabenträger des Landes für die Umsetzung der Pflegeversicherung vertreten. Dazu gehören insbesondere die Pflegekassenverbände, der Medizinische Dienst der Krankenkassen, Trägerverbände, Kommunale Landesverbände, Landesseniorenrat, Sozialministerium. Nach dem Pflege-Versicherungsgesetz beraten die Beteiligten zu  Fragen der Pflegeversicherung und geben Empfehlungen zur Umsetzung der Pflegeversicherung im Land ab. Ein wichtiges Thema dabei ist auch der Bedarf an Fachkräften in der Pflege.

Sozialministerin Kristin Alheit nimmt heute an den Beratungen teil. Zu den Vorhaben der Landesregierung betonte Alheit: „Die Sicherung des Fachkräftebedarfes gehört zu den großen Herausforderungen im Bereich der Pflege. Das Land wird die Anzahl der geförderten Ausbildungsplätze um 400 Plätze erhöhen. Ab dem ersten April 2013 sollen 200 zusätzliche Plätze gefördert werden, ab dem ersten April 2014 weitere 200. Die Entscheidung ist trotz der engen Haushaltsgrenzen notwendig, um die zukünftigen Bedarfe decken zu können.“ Derzeit werden vom Land 1200 Ausbildungsplätze in der Pflege finanziert. Für die 400 zusätzlichen geförderten schulischen Ausbildungsplätze  werden im Jahr 2013 Kosten in Höhe von rund 520.000€, im Jahr 2014 von rund 1,2 Mio. € und ab dem Jahr 2015 von jährlich rund 1,4 Mio. € entstehen, die durch Umschichtungen im Landeshaushalt finanziert werden sollen.

„Dies ist keine Dauerlösung“, betonte Alheit in Bezug auf die Situation in der Ausbildung der Pflegeberufe insgesamt. „Der Bund ist gefordert, hier endlich eine Neuregelung einzuleiten.  Dabei muss auch die Finanzierung auf eine andere Grundlage gestellt werden. Es darf nicht sein, dass Auszubildende dazu Geld mitbringen müssen.“ Eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe hatte zur Reform der Pflegeausbildung ein Eckpunktepapier erarbeitet und Ende März 2012 vorgestellt. Die Länder erwarten daher die Vorlage eines Gesetzentwurfes durch den Bund.

In Schleswig-Holstein arbeiten rund 37.000 Beschäftigte in der Altenpflege, davon 8.000 Altenpflegefachkräfte. Nach einer Bedarfseinschätzung aus dem Frühjahr wird bis zum Jahr 2020 die Zahl der Beschäftigten in der Altenpflege um rund 11.000 Arbeitskräfte ansteigen, wovon innerhalb der Gruppe der Pflegefachkräfte rund 2.100 Altenpflegefachkräfte sind.

Christian Kohl | Ministerium für Soziales, Gesundheit, Familie und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein | Adolf-Westphal-Straße 4, 24143 Kiel | Telefon 0431 988-5317 | Telefax 0431 988-5344 | E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!